Als zweitgeborener Sohn eines Stammesfürsten der Nordmänner erblickte ich im Februar des Jahres MCCLXIX das Licht der Welt.

Den Fürstenthron erhielt traditionell mein älterer Bruder, der mich und meine jüngeren Brüder alsbald mit einem Bann belegte, da er unsere Ansprüche auf den Thron fürchtete.

Auf der Flucht vor den Stammesfehden im Norden lies ich mich nach vielen Sommern und Wintern in den Bergen über dem Tegernsee an der weißen und roten Valepp nieder. Dort fand ich reichhaltige Fischgründe, die denen meiner nordischen Heimat sehr ähnlich sind. 

Leider kam ich immer wieder mit den Mönchen des Klosters Tegernsee in Konflikt und machte mich auf die Suche nach Verbündeten, die mich unterstützten. Diese Unterstützung fand ich bei den Herrschern von Waldeck, deren Herrschaftsgebiet bis zum Spitzingsee reicht, der in unmittelbarer Nähe zu meinen Fischgründen liegt.

Seither bin ich mit den Waldeckern in jeder Schlacht und auf jedem Markt in den Bairischen Landen unterwegs und versorge das Lager mit frischem Fisch aus der Valepp.

 

 

Geboren im Jahre des Herrn MCCIC im Monat Martius in früher Morgenstund bei Wernsmiel am Ufer der Leyzach als zweiter Sohn der Muellersleut.

Als ich den Kindesjahren entwachsen ward suchten die Herren von Waldeck in Folge der Verluste in den Kreuzzügen junge Recken aus dem Volke der Grafschaft zur Ausbildung zum Knappen. So kam ich auf die Burg von Holnsteyn zu Otto von Waldeck. Mein größter Wunsch wäre es dem Herrn einmal ohne Fehl in seine Rüstung zu helfen. Ansonsten erschüttert mich kein misslich Wetter oder Regen. Meine einzige Sorge ist, dass die Vorräte nicht reichen könnten. Essen ist nämlich meine Lieblingsbeschäftigung.

Auf der Burg lernte ich die Waldecker Laurenz von Waldeck, Leonhardt von der Pastburg, Quirinus von Riedt, Helena von der Pastburg, Leonida von Waltenburg, Michael von Waltenburg, Stephanus den Spielmann und die Brüder Alexander und Florian von Hohenwaldeck kennen. Bald wurde ich von ihnen gefordert und schloss mich der Gruppe der Waldecker an, mit der wir jetzt die Grafschaft und das umliegende Herzogtum unsicher machen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Anno MCCIC wurde ich als zweitgeborener Sohn des Friedrich von Waldeck auf Hohenwaldeck geboren. Schon als kleiner Bub wollte ich immer Ritter werden.

Als ich IX Jahre alt war kam mein Bruder Alexander in die Knappenausbildung auf die Burg von Friedrich von Waldeck. Nun hielt mich nichts mehr und man stellte mich auf die Probe: In einem harten Zweikampf besiegte ich einen Burschen des Vogt von Slyrs und ward in die Gruppe der Knappen aufgenommen.

Von Stolz erfüllt durfte ich seither mit den Waldeckern zu allen Feldlagern, Märkten und Festen. In vielen Übungskämpfen konnte ich mich als Knappe von Hohenwaldeck bewähren.

Ich bin geboren im Jahre MCCXCVI als Sohn von Otto von Waldeck, Herr von Pastberg und Holnstein, wo ich als Page den edlen Damen und Herren als Mundschenk aufwartete.

Mit zwölf Jahren endlich wurde ich zu Wernward geschickt, der nicht nur mein Onkel, sondern auch der Herr von Waldenburg war, um ihm meine Dienste anzubieten und meine Ausbildung zum Ritter zu beginnen. Dazu zählte nicht nur die Ausbildung im Umgang mit Schwert, Bogen und anderen Waffen, sondern auch die in Sitte und Höflichkeit.

Durch mein Können im Umgang mit Waffen, wurde bald  Kaiser Ludwig, der Bayer genannt, auf mich aufmerksam und forderte mich auf, ihn bei seinem Italienfeldzug zu begleiten. Der Arbeit und den Mühen auf der Burg müde geworden, nahm ich dankend an und begleitete ihn nun als Knappe in meine erste Schlacht!

Als ich von dem Feldzug zurückkehrte war ich durch die Gräueltaten, die ich mit ansehen musste, abgehärtet und meine Turnier- und Kampferfahrung war so gestiegen, dass ich den anderen Knappen weit voraus war und meine Zeit in Feldlagern und am Hofe mit Jonglage und allerley Feuerspiel vertrieb.

Mit Leonhard von der Pastburg, mit dem ich mich auf dem Kreuzzug angefreundet hatte und Quirinus von Ried gründete ich schließlich die Gruppe der Waldecker, der sich noch viele, unter ihnen sogar ein Mönch, der uns nun mit Speys und Trank versorgt, anschlossen. Nun ziehen wir in Treue zum Wappen derer von Waldeck und zum Bischof Konrad, dem Sendlinger vom Hochstift Freising umher und  zeigen allerley Kunststücke und Kämpfe.